Bildungspaket und Preisvergleich der Schulartikel

17. April 2012 | Von | Kategorie: Schulartikel

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen ist davon überzeugt, dass das auf den Weg gebrachte staatliche Bildungspaket für Kinder und Jugendliche von Arbeitslosen und Geringverdienern endlich dazu führt, genau die gleichen Zukunftschancen zu gewährleisten, die dem Nachwuchs aus privilegierteren Kreisen in der Regel automatisch zustehen. Damit sollte der im Grundgesetz fest geschriebene Rechtsanspruch auf Bildung endlich gewährleistet werden. Doch wie sieht das in der täglichen Praxis aus? Sind beim Bildungspaket Preise so eingerechnet worden, das das Gesetz tatsächlich im Alltag besteht?

Preisvergleich ist notwendig
Die Beantwortung der Frage, ob sich die Eltern die komplett benötigte Schulausrüstung für ihre Kinder tatsächlich leisten können, erfordert in jedem Fall nicht nur einen gründlichen, zutiefst analytischen Blick auf die Preisentwicklung der Schulartikel, sondern sollte auch den in den Familien benötigten Aufwand für Lehrmittel und Lernmittel berücksichtigen. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass Schulausstatter Schulausrüstung und Schulbedarf nicht nur in Spezialgeschäften, sondern mittlerweile auch stark über das Internet anbieten. Die dabei real auftretenden Preisunterschiede für Lehrmittel und Lernmittel sind nicht von der Hand zu weisen. Berücksichtigt das Bildungspaket Preise tatsächlich in ihrer Vielfalt durch die Anwendung konkreter Preisvergleiche?

Kritische Stimmen fordern Änderungen
Das ist derzeitig umstritten. Schließlich will das Gesetz bedürftigen Familien und ihren Kindern auch Zuschüsse für warmes Mittagessen, regelmäßige Schulausflüge und bildungsnahe Freizeitaktivitäten gewährleisten, die allerdings gegenwärtig sehr aufwendig zu beantragen sind. So haben laut Medienbeichten teilweise nur fünfzig Prozent der Berechtigten in den Bundesländern überhaupt Gelder aus dem viel gepriesenen Solidarpakt bekommen, da die Antragslage sehr schwach war. So gibt es Experten-Stimmen, die sich an Stelle der Förderung der einzelnen betroffenen Familien eine direkte finanzielle Beteiligung bei den Kosten der Bildungseinrichtungen für Schulbedarf, Lehrmittel für Fach-Unterricht sowie Lernmittel im Unterricht vorstellen können. Schulausstatter können als Partner der Schulen vor Ort so aufgrund der bestellten Mengen auch Rabatte anbieten. Das nutzt dem Schulaustatter genau so, wie es zur Verbesserung der vorhandenen Schulausrüstung führt. So ist am Ende allen gedient, die sich für eine qualitative Verbesserung des Bildungangebots in Deutschland engagieren. Gute und preiswerte Schulartikel müssen kein Widerspruch sein.

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